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Die Entscheidung über die eigene Pensionsvorsorge gehört zu den wichtigsten und schwierigsten finanziellen Entscheidungen im Leben. Die Auswahl ist riesig und jeder Anbieter preist sein Produkt für die Pensionsvorsorge natürlich als das beste an. Daher wollen wir dir hier Tipps geben, wie du die richtige Pensionsvorsorge für dich findest.

Warum für die Pension vorsorgen?

pensionsvorsorgeKaum jemand möchte bis ans Lebensende arbeiten gehen. So sehr man seinen Job auch liebt, der Ausblick auf mehr Zeit für Familie, Hobbys und Reisen ist für die meisten Menschen zu verlockend. Doch damit sind auch finanzielle Einbußen verbunden, deine Pensionshöhe ergibt sich, grob gerechnet, aus dem Durchschnitt deines Einkommens während deiner Erwerbstätigkeit und der Dauer deines Einzahlungszeitraums. Dabei überschreitet deine Pension nicht 80% der Bemessungsgrundlage, außer du hast mehr als 45 Beitragsjahre. Die genaue Berechnung ist ziemlich komplex, wenn du in etwa wissen möchtest, wie viel Pension du später bekommen wirst, kannst du den Pensionsrechner von www.pensionskonto.at nutzen.

Tipp: Um die Lücke zwischen deinem Letztgehalt und der Pensionshöhe zu schließen, gibt es die private Pensionsvorsorge. Du hast dabei eine breite Auswahl zwischen fertigen Produkten und der Möglichkeit, selbst ein Portfolio aufzubauen.

Die verschiedenen Produkte in der Übersicht:

Die Rentenversicherung

Die Rentenversicherung verspricht eine Zusatzpension im Alter. Meist gibt es ein Kapitalwahlrecht, das heißt du kannst zwischen der Ausschüttung des gesamten gesparten Kapitals aus der Pensionsvorsorge zum Pensionsantritt und einer lebenslangen Rente wählen. Alternativ kannst du auch eine Garantiezeit festlegen, während derer dir garantiert eine Zusatzpension aus der Pensionsvorsorge ausbezahlt wird, dadurch endet nicht die Auszahlung mit dem Tod, sondern sie läuft an Begünstigte (Erben) weiter.

Die Laufzeit der Rentenversicherung sollte aufgrund der konservativen Veranlagung und der Abschlusskosten für das Pensionsvorsorge-Produkt mindestens zehn Jahre oder länger betragen. Desto länger die Laufzeit, desto eher kannst du mit Gewinnen aus der Veranlagung und aus Zinseszinseffekten in deiner privaten Pensionsvorsorge rechnen. Weiters kannst du dir ein bestimmtes Vermögen mit geringeren monatlichen Beiträgen „ersparen“, wenn du früher beginnst und länger einzahlst.

Vor Abschluss deiner Pensionsvorsorge solltest du auf die garantierte Mindestrente achten: Diese wird fix ausbezahlt und kann durch Gewinnzuweisungen steigen. Dadurch bekommst du ein „Gefühl“, mit wie viel Zusatzpension aus deiner privaten Pensionsvorsorge du durch eine bestimmte Beitragshöhe rechnen kannst. Wie auch schon auf unserer Informationsseite zu Lebensversicherungen erwähnt, zahlt es sich aus, das Angebot vor Unterschrift nochmal genau zu lesen: Schließe keine unnötigen Zusatztarife ab. Versicherungen bieten zu Pensionsvorsorge-Produkten gerne Rundum-Sorglos-Pakete mit Unfall-, Berufsunfähigkeits- Pensionsversicherungen u.v.m an, die insgesamt teurer sind als Abschlüsse von Einzelverträgen.

Die staatlich geförderte Pensionsvorsorge

Auch der Staat fördert deine private Pensionsvorsorge und zahlt jährlich einen bestimmten Prozentsatz deiner eigenen Beiträge zusätzlich in dein Pensionsvorsorge-Produkt ein, ähnlich wie bei einem Bausparvertrag. 2015 hatten Österreicherinnen und Österreicher 1,5 Millionen laufende Polizzen. Weiters sind die Verträge steuerbegünstigt. Das Produkt ist also sehr beliebt und wird staatlich gefördert. Wie funktioniert es nun?

Ebenso wie bei der Rentenversicherung zahlst du für einen eher längeren Zeitraum monatliche oder jährliche Beiträge in deine Pensionsvorsorge ein. Der Staat schießt jedes Jahr 4,25% (2016) deines Jahresbeitrags zu. Anders als bei Renten- oder Lebensversicherungen ist hier die Veranlagung gesetzlich vorgeschrieben: Bei Verträgen ab dem 1.8.2013 werden für Versicherungsnehmer unter 50 Jahren 15-60% und für Versicherungsnehmer ab 50 Jahren 5-50% verpflichtend in Aktien investiert werden. Vom Aktienanteil fließen mindestens 60% in kapitalschwache Börsen wie Wien, die restlichen 40% können frei veranlagt werden. Das Ziel ist, in der ersten Veranlagungsphase bis zum Alter von 50 Jahren durch eine etwas riskantere Anlagestrategie höhere Renditen zu erwirtschaften und durch eine konservativere Veranlagung am Ende der Vertragslaufzeit die Gewinne abzusichern und die Auszahlung planbarer zu machen. Ein weiteres Ziel ist die Belebung und Stärkung der Liquidität von Börsen wie jener in Wien.

Pensionsvorsorge - kündigen oder Prämienfrei stellen?

Der früheste Zeitpunkt zum Ausstieg aus der staatlich geförderten Pensionsvorsorge ist 10 Jahre nach Abschluss. Während der Vertragslaufzeit gibt es auch keine Kapitalgarantie, diese greift nur zum Ende der Laufzeit. Wie bei der Lebensversicherung gibt es auch für dieses Pensionsvorsorge-Produkt einen Garantiezinssatz, der sich auf den Deckungsstock bezieht.

Solltest du dir während der Vertragslaufzeit die Prämien für deine Pensionsvorsorge aufgrund einer geänderten finanziellen Situation nicht leisten können, kannst du die Prämienzahlungen reduzieren oder dich prämienfrei stellen lassen. Dies kommt in den meisten Fällen günstiger als eine vorzeitige Kündigung der Pensionsvorsorge.

Übrigens: Nach Ablauf der Vertragslaufzeit kannst du dir das angesparte Kapital aus der Pensionsvorsorge bar auszahlen lassen, dann wird aber die Hälfte der staatlichen Prämie zurückgezahlt und die Gewinne mit der KESt versteuert.

Beziehst du das Geld aus dieser Pensionsvorsorge als lebenslange Rente oder überträgst du es in eine andere Einrichtung, aus der du schon Pensionsansprüche hast, ist das Einkommen aus der Zukunftsvorsorge steuerfrei.

Die freiwillige Höherversicherung

Eine kaum beachtete Möglichkeit zur privaten Pensionsvorsorge ist die freiwillige Höherversicherung in der gesetzlichen Pensionsversicherung. Einfach gesagt zahlt man mehr in die Pensionsversicherung ein und bekommt dafür einen sogenannten „besonderen Steigerungsbetrag“, der sich positiv auf die Pensionshöhe auswirkt, desto früher er erworben wird, desto stärker wirkt er sich aus.

Dein Einkommen aus der zusätzlich erworbenen Pension im Alter ist zu 75% steuerfrei und die anderen 25% werden wie der gesetzliche Teil deiner Pension versteuert. Im Unterschied zur privaten Pensionsvorsorge wird diese Zusatzpension 14-mal im Jahr ausbezahlt und die Leistungen werden automatisch an die Inflation angepasst.

Der Höchstbeitrag, den du jährlich freiwillig leisten kannst, liegt bei der doppelten Höchstbemessungsgrundlage, im Jahr 2016 9.720 Euro. Interessant an diesem Modell ist auch, dass die freiwillige Höherversicherung jederzeit begonnen und beendet werden kann und auch fallweise einmalige Einzahlungen möglich sind. Einzige Voraussetzung ist eine bestehende Pflicht- Weiter- oder Selbstversicherung.

Individuell vorsorgen

Individuelle PensionsvorsorgeNatürlich musst du kein vorgegebenes Pensionsvorsorge-Produkt wählen um für deine Pension vorzusorgen. Du kannst dir auch dein ganz individuelles Portfolio für die Pensionsvorsorge zusammenstellen und es genau nach deinen Bedürfnissen und deinem Risikoprofil gestalten. Ein gut balanciertes Portfolio aus Blue-Chip Aktien, Anleihen und strukturierten Produkten kann mittel- und langfristig jedes Pensionsvorsorge-Produkt in Punkto Rendite schlagen. Klar hast du in dieser Variante weder Kapitalgarantie noch Steuervorteile. Dafür musst du auch keine Verwaltungskosten einer Versicherung bezahlen und entscheidest selbst über die Veranlagung deines eigenen Geldes.

Tipps für den Abschluss einer privaten Pensionsvorsorge:

  • Verschaff dir zuerst einen Überblick über dein Vermögen, dein Einkommen und deine erwarteten Ausgaben bis zur Pension! So kannst du in etwa abschätzen, wie viel du im Rahmen deiner Pensionsvorsorge ansparen kannst oder musst, um in der Pension über die gewünschten finanziellen Mittel zu verfügen.
  • Vergleiche verschiedene Angebote, sowohl zwischen verschiedenen Anbietern als auch zwischen verschiedenen Produktarten.
  • Achte nur auf die garantierten Summen bzw. Zinsen! Lass dich nicht von „erwarteten Erträgen“ oder ähnlichem beeindrucken vor dem Abschluss der Pensionsvorsorge.
  • Schließ nicht mehr Produkte ab, als du wirklich brauchst! Versicherungen bieten gerne Zusatztarife an, die Kosten verursachen, für dich aber nicht immer sinnvoll sind.
  • Zahle deine Prämien jährlich! Für monatliche Zahlung wird ein Unterjährigkeitszuschlag verrechnet, der teuer ist, dir aber keinen Nutzen bringt. Überweise jedes Monat ein Zwölftel der Jahresprämie deiner Pensionsvorsorge auf dein Sparkonto und von diesem ein Mal jährlich an die Versicherung! So sparst du dir den Unterjährigkeitszuschlag und gewinnst die während des Jahres anfallenden Zinsen.
  • Lass dich von Experten beraten! Auf baningo.com findest du Berater von verschiedenen Banken für deine Pensionsvorsorge. Du kannst sie einfach, schnell und unverbindlich kontaktieren.
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