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Eines der stärksten Argumente für Kreditkarten ist die Verwendung auf Reisen. Anbieter werben mit Reiseversicherungen, dem Zugang zu exklusiven Lounges auf Flughäfen, Fast-Lanes bei den Sicherheitskontrollen oder Kooperationsprogrammen beim Flugmeilen-Sammeln. Außerdem hat man mit seiner Kreditkarte immer die richtige Währung dabei, und mit hohem Verfügungsrahmen auch immer ausreichend Liquidität.

In der Realität sind aber mit der Exklusivität und dem Komfort vor allem hohe Kosten verbunden. Kaum ein Kartenbesitzer weiß, wie die Gesellschaft zu dem Wechselkurs kommt, der verrechnet wird, und warum schon wieder so hohe Gebühren in Rechnung gestellt werden, wenn man mal wieder im Ausland war.

Wir haben uns auf die Suche gemacht und hier alle Infos & Tipps für dich gesammelt, damit du beim nächsten Ausflug mit deiner Kreditkarte weißt, was auch dich zukommt.

Kreditkarte free.at

Auf Reisen mit Diners Club

Eine der exklusivsten Kreditkarten ist jene von Diners Club. So viele Vorteile sie auch bieten mag – jene bei Nicht-Euro Umsätzen halten sich in Grenzen. Bei Zahlungen in Fremdwährung wird eine Manipulationsgebühr verrechnet, die 1,5 % vom Umsatz beträgt. Bei Barbehebungen, egal in welcher Währung, werden grundsätzlich 3 % des Betrags in Rechnung gestellt, mindestens jedoch 4 Euro. Laut AGB 14.1 werden Manipulationsgebühren bei Fremdwährungsumsätzen sowie bei Transaktionen „in EUR außerhalb der Europäischen Union“ fällig, „soweit die andere Währung in Bezug auf grenzüberschreitende Zahlungen dem Euro rechtlich nicht gleichgestellt ist“. Mehr zu „rechtlich gleichgestellten“ Währungen erfährt man leider nicht.

Sehr transparent wird hingegen dargelegt, wie Diners Club den Wechselkurs ermittelt. Verwendet wird der Wechselkurs von jenem Tag, an dem der Umsatz bei Diners Club einlangt, ist dies kein Bankwerktag oder ist es schon nach 18 Uhr, gilt der nächstfolgende. Die konkreten Wechselkurse bezieht Diners Club von Interactive Data Cooperation, einer Gesellschaft mit Sitz in London. Für die Umrechnung werden die Mittelkurse herangezogen und zusätzlich ein Ankaufsabschlag vorgenommen. Dieser Ankaufsabschlag beträgt für gängige Währungen wie US-Dollar oder Russische Rubel 2 %, für weniger gängige wie Ungarische Forint oder Serbische Dinar 3 % und für eher exotische wie Antillen-Gulden oder Omanische Rial 4 %. Der Ankaufsabschlag für alle weiteren beträgt 6 %.

American Express

Eine bei Vielreisenden ebenfalls beliebte Karte ist jene von American Express. Der Umgang mit Fremdwährungsumsätzen ist deswegen aber nicht einfacher, eher noch komplizierter als bei Diners Club. Günstiger ist dafür die Barbehebung: Diese kostet ebenfalls 3 % des Betrags, das Mindestentgelt beläuft sich aber nur auf 2,5 Euro.

Erfolgt eine Transaktion in Fremdwährung, so wird diese – sofern sie nicht in USD bei American Express einlangt – zuerst in USD umgewandelt und dann in Euro. Wechselgebühren werden aber nur einmal verrechnet. Dieses Entgelt beträgt 2 % des Umsatzes.

Sobald ein Umsatz bei American Express einlangt, wird er in Euro umgerechnet. Es wird jener Wechselkurs angewandt,  der von Thomson Reuters als Referenzwechselkurs angegeben wird. Dieser Referenzwechselkurs basiert auf Interbankkursen vom vorangegangenen Bankwerktag.

Die Kreditkarte ist der perfekte Begleiter auf Reisen

Unterwegs mit card complete

Ohne Gebühren geht es auch bei card complete, Anbieter von VISA, Mastercard und JCB, leider nicht. Abbuchungen, die außerhalb der Europäischen Union erfolgen, und Fremdwährungstransaktionen werden mit einem Bearbeitungsentgelt von 1,5 % belegt. Barbehebungen unterliegen der gleichen Regelung, und zusätzlich stellt card complete 3 %, mindestens jedoch 3,63 Euro in Rechnung.

Nicht sehr transparent klingt die Regelung zur Bildung der Wechselkurse: Diese werden von card complete gebildet und auf der Website veröffentlicht. Mehr Info gibt’s nicht in den AGB.

Klassisch wiederum ist Bestimmung über den Zeitpunkt der Umrechnung, nämlich jener Tag, an dem die Buchung bei card complete eintrifft, und zwar Geschäftstage bis 22:30 Uhr. Trifft die Buchung an einem Feiertag oder nach 22:30 ein, gilt der darauffolgende Geschäftstag.

Paylife

Der zweite Anbieter von VISA und Mastercard, Paylife, wird in Bezug auf die Fremdwährungsumrechnung schon etwas konkreter. Natürlich gilt jener Zeitpunkt, an dem die Abbuchung bei Paylife einlangt (Geschäftstag bis 18 Uhr), und ein Manipulationsentgelt wird ebenfalls verrechnet, in Höhe von 1,65 %.

Umgerechnet wird zu einem Referenzwechselkurs, für den verschiedene Quellen herangezogen werden. Genannt werden Bloomberg und Reuters. Ist kein Referenzwechselkurs verfügbar, kommt jener von OANDA Corporation zur Anwendung. Vom Referenzwechselkurs werden noch Verkaufsabschläge abgezogen. Diese betragen 1 % für EWR-Währungen, US-Dollar, Kanadische Dollar, Schweizer Franken und Australische Dollar. Bei allen anderen Währungen werden 1,5 % abgezogen.

Gebühren gibt es natürlich auch für Barbehebungen. Hier werden 3,3 %, mindestens aber 3,5 Euro verrechnet.

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