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Österreich gilt nicht nur als Land des Schnitzels, der Skifahrer und der Sachertorte, sondern auch als klassisches „Bargeldland“. Rund 83% der Transaktionen und zwei Drittel des Gesamtvolumens aller Zahlungen werden laut Österreichischer Nationalbank immer noch bar beglichen – getreu dem Motto „Nur Cash ist fesch“. Trotz allem wird seit einigen Monaten über eine mögliche Einschränkung des Bargeldverkehrs diskutiert; erst Anfang Mai wurde die Abschaffung des 500-Euro-Scheines beschlossen. Höchste Zeit also, sich mit zukunftsweisenden Bezahltechnologien als Alternativen zur Barzahlung auseinanderzusetzen.

NFC olé?

Eine der derzeit eingesetzten Übertragungstechnologien für kontaktloses Bezahlen ist NFC, die Near Field Communication. NFC-fähige Bankomatkarten müssen zum Bezahlen nur an ein mit Nahfunk ausgestattetes Kassenterminal gehalten werden. Bei Beträgen bis 25 Euro funktioniert das ohne PIN-Code, bei höheren Beträgen muss der Geheimcode eingetippt werden. Die Bekanntheit ist jedoch noch relativ gering – nur drei von zehn Befragten geben laut OeNB an, eine NFC-fähige Bankomatkarte zu besitzen, obwohl Ende 2015 bereits 84% aller österreichischen Bankomatkarten mit dieser Funktion ausgestattet waren.

Das Handy als mobile Geldbörsemobile payment nfc

Das Ziel der Lösungsanbieter ist aber ein ganz anderes – nämlich, das Smartphone zur mobilen Geldbörse zu machen, um dem „Mobile Payment“ zum Durchbruch zu verhelfen. Die kleinen Alleskönner trägt man ja fast immer bei sich und die letzte wichtige Funktion, die noch gefehlt hat, ist das Bezahlen. Eine Zahlungsfunktion am Handy bietet einige Annehmlichkeiten: Wer die Geldbörse einmal zuhause vergessen hat, kann an der Kasse stattdessen einfach das Smartphone zücken – das Bezahlen geht schnell und einfach. Auch das lästige Suchen nach Kleingeld oder Plastikkarten wäre damit Geschichte.

Wird die Bankomatkarte mobil?

Mit der „Bankomatkarte mobil“ wurde kürzlich eine Lösung für ein digitales Portemonnaie präsentiert: Dabei wird die Bankomatkarte am Smartphone abgebildet und ermöglicht so kontaktloses Zahlen an NFC-Kassen, indem man das Handy – so wie bei der NFC-fähigen Bankomatkarte – knapp über das NFC-Kassenterminal hält. Damit das Handy die Karte ersetzen kann, müssen aber ein paar Hürden genommen werden: Erstens benötigt man ein Android-Handy mit NFC (Apples iPhone lässt das System nicht zu); zweitens muss die eigene Bank diese Lösung unterstützen; und drittens muss die SIM-Karte beim jeweiligen Mobilfunkanbieter gegen eine neue, speziell verschlüsselte, Karte getauscht werden.

Blue Code: Strichcode statt Scheine

Eine andere, aber bewährte Übertragungstechnologie setzt unsere Bezahllösung Blue Code für Android-Smartphones, iPhones und Apple Watches ein: den Strichcode (Barcode), wie man ihn seit Jahrzehnten auf Produkten im Supermarkt findet. Blue Code funktioniert unabhängig vom Mobilfunkanbieter und mit allen österreichischen Bankinstituten, indem man die App einfach mit dem Girokonto via Online-Banking verknüpft. Vor dem Bezahlen öffnet man die App mit dem PIN-Code, am Display wird sofort ein blauer Strichcode dargestellt. Dieser wird an der Kassa eingescannt und der fällige Betrag vom Girokonto abgebucht. Die App speichert dabei keinerlei Nutzerdaten am Handy und beim gesamten Bezahlvorgang wird zum größtmöglichen Schutz der Privatsphäre lediglich eine anonyme Identifikationsnummer an die Bank übertragen. Blue Code wird österreichweit bereits an über 9.000 Kassen, beispielsweise bei BILLA, Merkur, BIPA, MPreis, Sutterlüty, Hartlauer, Cineplexx und vielen weiteren Partnern, akzeptiert.

Globaler Wettstreit um die Gunst der Kunden

mobile paymentAuch international geht es im Kampf um neue „Mobile Payment“-Lösungen heiß her: Große IT- und Elektronikkonzerne versuchen ihre eigenen Lösungen durchzusetzen, zum Beispiel „Apple Pay“, Googles „Android Pay“, „Samsung Pay“ oder „Alipay“ des chinesischen Internetriesen Alibaba. Über einen Österreich-Start dieser Anwendungen ist aber noch nichts bekannt. Sie funktionieren in der Regel in Verbindung mit einer Kreditkarte, deren Daten bei der Einrichtung des jeweiligen Bezahldienstes hinterlegt werden. Zahlungen über 25 Euro werden entweder per PIN-Code oder via „Touch ID“ über den Fingerabdrucksensor des mobilen Endgeräts durch den Kunden autorisiert. Bisweilen treibt dabei die Suche nach der passenden Autorisierungsmethode auch kreative Blüten: MasterCard arbeitet Medienberichten zufolge an einer Lösung, die per Gesichtserkennung funktionieren soll. Ab Sommer soll das sogenannte „Selfie Pay“ in 14 Ländern starten.

Zukunft des Zahlens

nfc kreditkarteDas Smartphone als Geldbörse salonfähig zu machen, ist jedoch nur der erste Schritt. In Zukunft werden innovative Zahlungstechnologien noch viel mehr können. Den Konsumentinnen und Konsumenten soll eine digitale, universell einsetzbare Lösung geboten werden, die gleichermaßen in Geschäften, an mobilen Kassen, an Automaten, sowie in Online-Shops für E-Commerce und Mobile Commerce funktioniert – was wir zum Beispiel bereits durch die Weiterentwicklung von Blue Code zum „Payment Scheme“ anstreben. Auch die Verknüpfung von Kundenkarten mit Mobile Payment wird vorangetrieben, damit sich Shopper beispielsweise ihre Treueboni oder Stammkunden-Rabatte automatisch beim Bezahlen mit dem Smartphone sichern können. Die Lösungsentwickler sind jedenfalls gefordert. Denn wer die Bedürfnisse der Menschen nach schnellem, sicherem und anonymem Bezahlen am besten erfüllt, wird die Zukunft des mobilen Bezahlens aktiv mitgestalten können. Damit Herr und Frau Österreicher Schnitzel, Liftkarte und Sachertorte bald nur mehr mit dem Smartphone bezahlen wollen.

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