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Wohltuende Sonne, leckere Cocktails und kristallklares Wasser: Du genießt deinen Urlaub und dein Kopf ist frei – und was macht dein Wertpapierdepot? Wer schützt dein Vermögen vor plötzlichen Börsenturbulenzen? Der ständige Blick auf das Smartphone ist im Urlaub nicht angebracht. Dein Wertpapierdepot absichern kannst du aber trotzdem.

Wertpapierdepot mit Stop-Loss-Orders absichern

Wer mit Aktien handelt, kommt nicht um die Frage herum, wie er auf Verluste reagiert. Kühne und risikobereite Anleger nutzen den Cost-average-Effekt und kaufen bei fallenden Kursen nach, um den durchschnittlichen Einstandspreis zu senken. Andere setzen auf weniger risikoreiche Strategien und legen sich darauf fest, Positionen im Wertpapierdepot zu veräußern, sobald diese einen bestimmten Kurs unterschreiten. Dieses Vorgehen lässt sich am einfachsten mit sogenannten Stop-Loss-Orders umsetzen. Eine Stop-Loss-Order kann zu einem beliebigen Zeitpunkt bei einem Wertpapier erteilt werden und ist bei vielen Anbietern kostenlos. Sie funktioniert folgendermaßen: Fällt der Aktienkurs auf eine vorher festgelegte Marke, löst der Broker automatisch eine Verkaufs-Order aus. Auf diese Weise kannst du die Verluste in deinem Wertpapierdepot begrenzen, wenn du dein Portfolio nicht selbst überwachst. Allerdings bedeutet eine Verkaufs-Order nicht, dass deine Aktie tatsächlich gekauft wird. Bei viel gehandelten Aktien stellt der Verkauf in der Regel kein Problem dar. Wenn du Anteile an Dax-Konzernen in deinem Wertpapierdepot hast, wirst du auf einen Käufer meist nicht lange warten müssen. Anders sieht es bei exotischen Firmenanteilen aus. Hier kann es passieren, dass der Kurs noch weiter nach unten fällt, bis jemand die Aktien erwirbt. Allerdings besteht dieses Problem ebenso, wenn du die Wertpapiere manuell verkaufen würdest.

Stop Loss
Bild: Der Stop Loss grafisch dargestellt - der nächste Kurs nachdem der Stop ausgelöst wurde kann über oder unter der Stop Loss Marke sein.

Wertpapierdepot absichern: Bei welchem Kurs sollte eine Stop-Loss-Order gesetzt werden?

Die Frage nach dem richtigen Kurs für eine Stop-Loss-Order ist wichtig. Wählst du eine zu geringe Verlustspanne, verschenkst du vielleicht Gewinne, weil die Aktie nur schwankt und später wieder steigt. Setzt du risikofreudige Orders, fährst du möglicherweise hohe Verluste ein. Als grober Orientierungsrahmen gelten 10 % unter dem aktuellen Wert. Bei stark volatilen Aktien können es auch 15 % sein. Deshalb solltest du bei Stop-Loss-Orders zur Wertpapierdepot-Absicherung mehrere Faktoren berücksichtigen. Um alle Positionen in deinem Wertpapierdepot abzusichern, musst du die Bewertung für jede Aktie einzeln vornehmen:

1. die Volatilität der Aktie
2. den Einstiegskurs
3. den Trendverlauf
4. deine Risikobereitschaft

Die Volatilität

Die Volatilität der Aktie ist ein wichtiger Indikator. Hast du eine Aktie in deinem Wertpapierdepot, deren Kurs regelmäßig um 15 bis 20 % schwankt, musst du das bei der Platzierung der Order berücksichtigen. Eine Order 15 % unter dem aktuellen Kurs kann durchaus gerechtfertigt sein.

Der Einstiegskurs

Wertpapierdepot im Urlaub absichernWährend du im Urlaub bist, kümmerst du dich nicht aktiv um dein Wertpapierdepot. Unabhängig von deiner Strategie kann es also sinnvoll sein, Gewinne mitzunehmen – auch wenn du davon ausgehst, dass der Kurs langfristig weiter steigt. Denn Veränderungen des Marktes oder wichtige Neuigkeiten aus dem Unternehmen bekommst du im Urlaub wahrscheinlich nicht mit. Sie könnten aber für dich ausschlaggebend sein, deine Strategie zu ändern. Wenn du bereits Gewinne erzielt hast, kannst du deshalb während des Urlaubes die Order nur wenige Prozentpunkte unter dem aktuellen Kurs setzen. Bist du bei 1000 EUR Kursstand 12 % im Plus, kannst du ruhigen Gewissens eine Stop-Loss-Order 5 % darunter platzieren.

Wie du mit Aktien in deinem Wertpapierdepot verfährst, die vor deinem Urlaub bereits im Minus sind, hängt sehr von deiner Strategie ab. Verkaufst du deine Aktien grundsätzlich, sobald sie mehr als 10 % Verlust in Bezug auf den Einstiegskurs erlitten haben, solltest du die Stop-Loss-Order entsprechend platzieren. Eine solche Strategie ist jedoch generell wenig empfehlenswert.

Der Trendverlauf

Den Trendverlauf solltest du bei deiner Strategie für die Wertpapierdepot-Absicherung ebenfalls analysieren. Folgt das Wertpapier einem Aufwärtstrend, kannst du die Stop-Loss-Order kurz unterhalb des Punktes setzen, an dem die Aktie die Trendlinie nach unten durchbricht. Hast du eine Aktie im Wertpapierdepot, die einem Abwärtstrend folgt, solltest du sie besser sofort verkaufen oder den Cost-average-Effekt nutzen.

Deine Risikobereitschaft

Deine Bereitschaft zum Risiko kommt schon bei den oben genannten Punkten zum Tragen. Zusätzlich solltest du dir vor deinem Urlaub überlegen, ob du in der Zeit dein Wertpapierdepot mit gleicher Risikobereitschaft weiterführen willst. Wünscht du dir mehr Sicherheit, solltest du die Stop-Loss-Orders knapp unter dem aktuellen Kurs ansetzen.

Trailing-Stop-Loss: vollautomatische Gewinnabsicherung

Stop-Loss-Orders müssen von Zeit zu Zeit neu angepasst werden. Trailing-Stop-Loss-Orders funktionieren anders: Sie verändern sich mit dem Kurs und sind nicht an absolute Punkte gebunden - kurz gesagt der integrierte Stop-Loss wird bei einem Kursanstieg mitgezogen. Du kannst zum Beispiel festlegen, dass das Wertpapier immer dann zum Kauf angeboten wird, wenn der Kurs 10 % seines aktuellen Wertes verliert. Die Order ändert sich mit dem Kursverlauf. Die Option ist bei manchen Anbietern kostenpflichtig. Sie lohnt sich aber, um das Wertpapierdepot langfristig abzusichern.

Tipp: alles was du zu den verschiedenen Anlageinstrumenten wissen musst erfährst du in Geld anlegen Basiswissen

Ab in den Urlaub

Beide hier beschriebenen Varianten sind nicht nur dazu geeignet, das Wertpapierdepot im Urlaub abzusichern. Auch grundsätzlich solltest du auf diese Möglichkeit zurückgreifen, um große Verluste bei plötzlichen Kursstürzen zu vermeiden. Wer mit Optionen handelt, kann diese ebenfalls nutzen, um Verluste im Wertpapierdepot auszugleichen. Wer ein sehr großes Depot verwaltet, kann dieses im Urlaub alternativ einem Vermögensverwalter anvertrauen. Denn ist das Geld in sicheren Händen, schmeckt der Cocktail gleich doppelt so gut.

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